Verein zur Förderung und Pflege der Tradition der Potsdamer Riesengarde "Lange Kerls" e.V.
Feierlichkeiten zu 70 Jahre NRW - eine heiße Staatsfahrt, Düsseldorf, 27.08.2016

Am 27. August 2016 fand in Düsseldorf der "NRW-Tag" statt. Zugleich wurde in diesem Rahmen das 70jährige Bestehen des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen gefeiert. Bei einem solchen Jubiläum fasst man die Gästeliste durchaus größer und so kam es, dass die Düsseldorfer Staatskanzlei in der Potsdamer Staatskanzlei anrief und als ehemaliges Partnerbundesland die Brandenburger einlud, gemeinsam mit ihnen die Festivitäten zu begehen. Es spricht schon für eine sehr gute Außendarstellung (Image), wenn die brandenburgische Staatskanzlei als Aushängeschild für Brandenburg neben dem Potsdamer Fanfarenzug auch die Potsdamer Riesengarde bittet, für das Land Brandenburg am Festumzug in Düsseldorf teilzunehmen. Selbstverständlich sagte die Riesengarde zu und so kam es, dass am Sonnabend, dem 27. August 2016 um 05:00 Uhr der organisierte Bus nach Düsseldorf bestiegen wurde. Dort saßen bereits knapp 40 Jungen und Mädels sowie Männer und Frauen des Fanfarenzuges und beäugten müde den Zustieg der Langen Kerls. Die hatten zuvor noch ein logistisch-organisatorisches Problem zu klären: Ein Kamerad hatte seine und die seines Sohnes zu Hause vergessen. Er "düste" also noch einmal in Richtung Berlin los und holte den Bus bei Irxleben, in der Nähe Magdeburgs, ein.

Gegen 12:00 Uhr traf die Gruppe am Treffpunkt Jugendherberge an den Rheinwiesen ein und durfte sich ausgiebig stärken. Im Anschluss ging es voll "aufgerödelt" zum Startpunkt des Festumzuges in die Düsseldorfer Innenstadt. Die Temperaturen waren in der Zwischenzeit auf über 35 Grad geklettert. Wahrlich eine konditionelle Herausforderung an die ca. 2.000 Festumzugsteilnehmer. Die Riesengarde und der Fanfarenzug bildeten ein Schaubild/Block und standen recht weit vorn (Startnummer 15 von über 80 Bildern). Pünktlich um 15:00 Uhr setzte sich sodann der Festumzug in Bewegung. Solchen Umzügen lastet es ja immer wieder an, ständig aufgehalten zu werden und dadurch die Marschstrecke zeitlich zu verlängern. Diesmal waren sicherlich die meisten Teilnehmer ganz froh darüber, hin und wieder eine kleine Verschnaufpause einlegen zu können. Die Hitze war eigentlich unerträglich. So kam es auch dazu, dass einem Kameraden der Kreislauf zusammensackte und er sich dank Unterstützung der einheimischen Bevölkerung mittels kühler Getränke und Sitzgelegenheiten bis ins Ziel retten konnte. Dort wurde er kurzerhand auf einen Traktor mit Schaubildanhänger verladen und in Richtung Jugendherberge abtransportiert. Da auf dem Hänger noch weitere Sitzgelegenheiten frei waren, saßen dort ganz schnell weitere Kameraden. Ein ausdrückliches Lob erging an den 15jährigen Tambour der Langen Kerls. Hat er doch die wirklich schwere Trommel über die gesamte Distanz gewuchtet.

Gegen 18:00 Uhr waren nunmehr auch die letzten Angehörigen des Fanfarenzuges und der Riesengarde frisch gewaschen und mit Getränken versorgt, sodass man das nähere Umfeld in Augenschein nehmen konnte. So wurden die Festwiesen/t-terrassen links und rechts des Rheins entlang inspiziert und dass eine und andere Getränk gehoben. Um 20:30 Uhr fanden sich alle planmäßig an der Jugendherberge wieder ein, ging es doch nun mit dem Bus nach Neuss, um dort in einer anderen Jugendherberge zu nächtigen. Nachdem man sich dort "häuslich" eingerichtet hatte, wurde auch hier wieder die Umgebung durchstreift. Die Langen Kerls blieben bei einer Pizzeria hängen und verbrachten noch einen lauschigen Abend.

Am nächsten Morgen ging es wieder früh aus den Betten, gab es bereits um 08:00 Uhr das Frühstück und gleich im Anschluss die Heimfahrt. Diese verlief ohne Vorkommnisse, sodass alle gegen 16:00 Uhr in Potsdam eintrafen. Damit ging eine heiße aber auch interessante Reise zu ende.

Teilnehmer: Tambour, Fähnrich, Zimmermann, 4 Grenadiere

R.T.


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